[Testicular and penile cancer-survival and quality of life : New guideline and network for second opinions].

Testicular cancer occupies a special position in several respects. Although it belongs to the group of rare tumors, which is why extensive experience in treating this tumor can not be guaranteed, interdisciplinary experts collaboration and the consequent implementation of clinical studies have resulted in standardized treatment recommendations. Because testicular cancer is one of the most curable cancers, long-term toxicity and treatment sequelae are of special importance. In the early stages, toxicity could be reduced by minimizing therapy to the extent possible, but without decreasing treatment success. Nevertheless, treatment is still controversially discussed, especially concerning treatment of stage I disease. Finally particular focus should be paid to non-germinal tumors which are even more rare, but partly also more dangerous. Therefore known facts should be made available for the broad medical community. In penile cancer, which is also a very rare tumor entity, organ-sparing surgery and consequent invasive lymph node staging are mandatory.

Der Hodentumor nimmt in mehrerer Hinsicht eine besondere Stellung ein. Er gehört zwar zu den seltenen Tumoren, so dass eine umfassende Erfahrung im Umgang mit dem Tumor in der Breite nicht immer gegeben ist, andererseits konnte durch interdisziplinäre Kooperation von Experten und die konsequente Durchführung von Studien die Therapie inzwischen weitestgehend standardisiert werden. Heute gehört der Hodentumor zu den am besten heilbaren Tumoren. Dies bedingt, dass bei den geheilten Patienten auch Therapiefolgen zum Tragen kommen. Deshalb gilt ein besonderes Augenmerk dem Umgang mit Toxizitäten und Langzeitfolgen der Therapien. In den frühen Stadien konnte Toxizität durch vertretbare Reduktion von Therapie gesenkt werden. Nichtsdestotrotz gibt es gerade hier immer wieder Diskussionen. Schließlich seien die nicht-germinalen Tumoren genannt, die noch viel seltener, teilweise aber auch gefährlicher sind. Hier bedarf es an Information. Das Peniskarzinom stellt als ebenfalls seltene Tumorentität andere nicht minderbedeutende Herausforderungen. Die Therapie des Primärtumors erfordert den konsequenten Organerhalt, das invasive Lymphknotenmanagement bedarf der unbedingten Konsequenz in der Umsetzung.

Der Urologe. Ausg. A. 2021 Jul 07 [Epub]

S Krege, C Protzel

Evang. Huyssens-Stiftung Essen-Huttrop, Evang. Krankenhaus Essen-Werden, Evang. Krankenhaus Essen-Steele, KEM|Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH, Henricistr. 92, 45136, Essen, Deutschland. ., Klinik für Urologie, Helios Kliniken Schwerin GmbH, Wismarsche Straße 393-397, 19049, Schwerin, Deutschland.

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